Hundeerziehung erfordert Beziehung
Eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn man einander versteht. Daher stehen Euer tägliches Zusammenleben und die Bedürfnisse Deines Hundes beim Training im Vordergrund.
Es geht nicht darum, das Training in den
Alltag einzubauen – der Alltag IST das Training
Eine sinnvolle Struktur im Alltag ist die Basis für Eure Beziehung. Dann wird die Sache für Deinen Hund rund, und auch das Training wird besser funktionieren: Rückruf von Wild oder anderen Hunden, laufen an lockerer Leine, Begegnungssituationen mit anderen Hunden etc. Außerdem wird Dein Hund sich auch an Dir orientieren, wenn er sich bedroht oder bedrängt fühlt.
Beispiel: Wenn Dein Hund daheim entscheidet, wann gekuschelt wird, er sich gern als „Türsteher“ auf die Fußmatte vor der Wohnungstür legt, der Futternapf den ganzen Tag gefüllt ist und er sich jederzeit aus seiner Spielzeugkiste bedienen darf, wird er z. B. auch draußen eher selbst die Entscheidung treffen, ob er nun kommt, wenn Du ihn rufst oder ob er lieber weiter mit seinen vierbeinigen Freunden spielt.
Wir können die Mensch-Hund-Beziehung ein Stück weit mit der Beziehung von Eltern zu ihrem Kind vergleichen. Es gibt gewisse Parallelen, denn auch unsere Hunde
sind wie Menschenkinder auf Fürsorge, Hilfe und Schutz angewiesen. Der große Unterschied liegt jedoch darin, dass wir unsere Hunde – im Gegensatz zu unseren Kindern – nicht zur Selbstständigkeit erziehen möchten. Unsere Kinder sind irgendwann erwachsen und gestalten ihr eigenes Leben.
Doch unsere Hunde bleiben ihr ganzes
Leben lang bei uns. Sie sollen sich an uns
orientieren, sie müssen sich allerdings auch
auf uns verlassen können.