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Saisonales

Die dunkle Jahreszeit als Chance: Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Mit dem Einbruch der dunklen Jahreszeit verändert sich der Alltag vieler Mensch- Hund-Teams spürbar. Spaziergänge werden kürzer, die Witterung oft ungemütlich, und es gibt weniger Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten im Freien.

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Saisonales

Die dunkle Jahreszeit als Chance: Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Mit dem Einbruch der dunklen Jahreszeit verändert sich der Alltag vieler Mensch- Hund-Teams spürbar. Spaziergänge werden kürzer, die Witterung oft ungemütlich, und es gibt weniger Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten im Freien.

Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirkt, ist in Wahrheit eine wertvolle Gelegenheit: Statt den Fokus ausschließlich auf Bewegung und Auslastung zu legen, können nun Nähe, Rituale und gemeinsame Ruhephasen stärker in den Mittelpunkt rücken.

Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirkt, ist in Wahrheit eine wertvolle Gelegenheit: Statt den Fokus ausschließlich auf Bewegung und Auslastung zu legen, können nun Nähe, Rituale und gemeinsame Ruhephasen stärker in den Mittelpunkt rücken.

Autorin: Dolores Hofmann
Martin Rütter Hundeschule Osnabrück / Vechta
osnabrueck@martinruetter.com
www.martinruetter.com/osnabrück

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Autorin: Dolores Hofmann
Martin Rütter Hundeschule Osnabrück / Vechta
osnabrueck@martinruetter.com
www.martinruetter.com/osnabrück

Warum auch ruhige Zeiten wichtig sind

Viele Hundehalter:innen gehen davon aus, dass Hunde vor allem über Aktivität zufrieden werden. Bewegung, Beschäftigung und geistige Auslastung sind zweifellos wichtige Bestandteile eines artgerechten Lebens. Doch wissenschaftliche Erkenntnisse der Verhaltensbiologie und Kynologie zeigen, dass ebenso die Ruhephasen eine entscheidende Rolle spielen.

Erwachsene Hunde schlafen/dösen im Schnitt 16 - 20 Stunden am Tag. Wird dieser Rhythmus dauerhaft unterbrochen – z.B. durch ständige Action oder ein Übermaß an Reizen – kann das zu erhöhter Reizbarkeit, Stress bis hin zu gesundheitlichen Problemen führen.

Für die Mensch-Hund-Beziehung bedeutet das: Gemeinsame ruhige Momente sind nicht nur „schön zu haben“, sondern essenziell. Studien belegen, dass entspannter Körperkontakt, gemeinsames Ruhen und bewusst gestaltete Pausen die Ausschüttung von Oxytocin fördern – das Hormon, was Vertrauen und Bindung stärkt. Gleichzeitig sinkt das Stresshormon Cortisol.

Gemeinsame Rituale aufbauen

Rituale sind wiederkehrende Handlungen, die Sicherheit, Vorhersagbarkeit und Struktur vermitteln. Rituale reduzieren Unsicherheit und stärken das Vertrauen.

  • Schnüffelspiele: Futtersuchspiele, ein Schnüffelteppich oder Suche nach klein(st)en Gegenständen trainieren die Nase, fördern Konzentration und machen auch in kleinen Räumen Spaß. 
  • Tricktraining: Vom klassischen „Pfote geben“ bis zu komplexeren Abläufen wie „Lichtschalter betätigen“ oder „Spielzeug aufräumen“ – geistige Beschäftigung fördert Bindung und kognitive Fähigkeiten. 
  • Medical Training: Fellpflege, kleine Pfoten- & Ohrenchecks, Zahnpflege oder Krallenpflege lassen sich in dieser Zeit gut ritualisieren. Wichtig ist dabei, den Hund nicht zu überfordern: Kurze Einheiten mit klaren Pausen sind deutlich effektiver als lange Trainingseinheiten. Und nicht vergessen: Mach diese Dinge mit sehr viel Ruhe und nicht mit Vollgas, du möchtest deinen Hund ja nicht wieder auf 100% bringen.

Fazit: Dunkle Tage, starke Bindung

Die dunkle Jahreszeit bedeutet nicht, dass die Mensch-Hund-Beziehung auf Sparflamme läuft – im Gegenteil. Weniger Action im Freien schafft Raum für Nähe, Ruhe und gezielte Rituale. Wer diese Zeit bewusst nutzt, stärkt nicht nur die Bindung, sondern auch das gegenseitige Vertrauen.

Warum auch ruhige Zeiten wichtig sind

Viele Hundehalter:innen gehen davon aus, dass Hunde vor allem über Aktivität zufrieden werden. Bewegung, Beschäftigung und geistige Auslastung sind zweifellos wichtige Bestandteile eines artgerechten Lebens. Doch wissenschaftliche Erkenntnisse der Verhaltensbiologie und Kynologie zeigen, dass ebenso die Ruhephasen eine entscheidende Rolle spielen.

Erwachsene Hunde schlafen/dösen im Schnitt 16 - 20 Stunden am Tag. Wird dieser Rhythmus dauerhaft unterbrochen – z.B. durch ständige Action oder ein Übermaß an Reizen – kann das zu erhöhter Reizbarkeit, Stress bis hin zu gesundheitlichen Problemen führen.

Für die Mensch-Hund-Beziehung bedeutet das: Gemeinsame ruhige Momente sind nicht nur „schön zu haben“, sondern essenziell. Studien belegen, dass entspannter Körperkontakt, gemeinsames Ruhen und bewusst gestaltete Pausen die Ausschüttung von Oxytocin fördern – das Hormon, was Vertrauen und Bindung stärkt. Gleichzeitig sinkt das Stresshormon Cortisol.

Gemeinsame Rituale aufbauen

Rituale sind wiederkehrende Handlungen, die Sicherheit, Vorhersagbarkeit und Struktur vermitteln. Rituale reduzieren Unsicherheit und stärken das Vertrauen.

  • Schnüffelspiele: Futtersuchspiele, ein Schnüffelteppich oder Suche nach klein(st)en Gegenständen trainieren die Nase, fördern Konzentration und machen auch in kleinen Räumen Spaß. 
  • Tricktraining: Vom klassischen „Pfote geben“ bis zu komplexeren Abläufen wie „Lichtschalter betätigen“ oder „Spielzeug aufräumen“ – geistige Beschäftigung fördert Bindung und kognitive Fähigkeiten. 
  • Medical Training: Fellpflege, kleine Pfoten- & Ohrenchecks, Zahnpflege oder Krallenpflege lassen sich in dieser Zeit gut ritualisieren. Wichtig ist dabei, den Hund nicht zu überfordern: Kurze Einheiten mit klaren Pausen sind deutlich effektiver als lange Trainingseinheiten. Und nicht vergessen: Mach diese Dinge mit sehr viel Ruhe und nicht mit Vollgas, du möchtest deinen Hund ja nicht wieder auf 100% bringen.

Fazit: Dunkle Tage, starke Bindung

Die dunkle Jahreszeit bedeutet nicht, dass die Mensch-Hund-Beziehung auf Sparflamme läuft – im Gegenteil. Weniger Action im Freien schafft Raum für Nähe, Ruhe und gezielte Rituale. Wer diese Zeit bewusst nutzt, stärkt nicht nur die Bindung, sondern auch das gegenseitige Vertrauen.